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Maximilian Riedel

über globale Herausforderungen, neue Märkte und die richtige Glaswahl

Maximilian Riedel, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Riedel Glas in elfter Generation, hat in den letzten Jahren einige Krisen miterlebt: Pandemie, Energiekrise, geopolitische Spannungen und ein drohender Handelskrieg. Für Ihn gibt es trotzdem nur eine Richtung und die ist nach vorne. Im Gespräch mit dem DRINKS Magazin erzählt er, wie man als Unternehmer dennoch mit Zuversicht und strategischem Weitblick agieren kann. Von Fabian Heinrich. 

 

Gefühlt bewegen wir uns von einer Krise in die nächste. Dabei sind die Produktionskosten für Glas extrem gestiegen sind, jetzt die politischen Unruhen und ein drohender Handelskrieg. Wie geht man als Unternehmer in einem Familienbetrieb damit um? 

Das sind natürlich mehrere Themen, mit denen wir uns beschäftigen. Zum Unterschied von anderen Unternehmen sind wir ein Produktions- und Handelsunternehmen zugleich. Das heißt wir produzieren alles was wir verkaufen, ich würde sagen zu 99,9% selber, was natürlich als Unternehmen das in Europa produziert zurzeit nicht leicht ist. Genau wie Sie richtig sagen, Energiekrise, politische Themen international. Wie gehen wir damit um? Wir bleiben zuversichtlich. Wir sind der Meinung, dass wir mit unseren Markenstanding auch in Zukunft weiterhin produzieren können und wollen und natürlich auch müssen, weil wie Sie richtig sagen wir ein Familienunternehmen sind. Ich bin jetzt die 11. Generation. Das Ziel muss es sein in die 12. Generation zu führen. Und der kleine Vorteil den Riedel hat gegenüber vielleicht anderen Marken ist, dass wir uns International von Anfang an positioniert haben. Sie haben es angesprochen es ist ja International ein Thema, aber doch gibt es auch Zukunftsmärkte, Hoffnungsmärkte und wir lehnen uns definitiv nicht zurück. 

 

Was sind die Märkte wo die Stimmung im Moment besser ist?

Ich komme gerade aus Südtirol, das ist ein sehr kleiner Markt, aber die Leute sind dort gut unterwegs. Südtirol ist eine Traumdestination. Ich war dort für eine Verkostung für 160 Unternehmer. Ich war letzte Woche in München beim Käfer (Anm. Feinkost) auch dort mit vielen Unternehmern und ich war auch letzte Woche in Rom. Ich habe letzte Woche die Chance gehabt mich mit 400 Konsumenten auseinander zu setzen und in Europa ist die Stimmung prinzipiell weiterhin positiv. Zurückhaltend ganz klar, aber die Stimmung ist sehr positiv. Dann habe ich vor 3 Wochen eine Asientour gemacht. Ich war zuerst in Korea, ich war in Vietnam, ich war in Hong Kong und auch dort, inklusive Taiwan, ist die Stimmung sehr positiv. Also ich kann Ihnen sagen International ist es immer noch so, dass die Leute gerne weniger, aber doch auch ausgehen, dinieren, reisen, ob geschäftlich, oder privat. Es wird einfach nur ein bisschen auf Sparflamme gefahren, aber es wird gefahren. 

 

Wo sehen Sie im Moment die größten Herausforderungen in der Branche, was kommt noch auf uns zu?

Die USA ist mein größter Absatzmarkt; ich glaube man liest es. Es ist nicht nur so, dass wir Lieferant in die USA sind, ich habe dort über 100 Mitarbeiter, die selbst dem ganzen sehr kritisch gegenüberstehen. Die selbst mit der Situation absolut überfordert sind. Was wir in den Medien hören ist ja nur eine Seite. Die Kosten steigen ja nicht nur im Luxussegment, sondern es geht ja auch um die Medizin, es geht um Nahrungsmittel. Und das betrübt die Situation gewaltig. Also wir sehen dort in den nächsten zwei Quartalen einen Umsatzrückgang von 20- 30%. Ist natürlich alles nur gefühlt und geschätzt, wann das ganze dazu kommt wissen wir noch nicht. Mein Geschäft ist sehr USA lastig und da sind wir extrem verunsichert. 

 

Wie wichtig ist Social Media und Ihre Rolle als Brand Ambassador der eigenen Marke? 

Ich unterschätze das persönlich, denn mir macht es Spaß, es ist ein Hobby, das zur Arbeit geworden ist. Aber es ist zurzeit das einzige Internationale Werbemittel, das wir strategisch einsetzen. Wenn Sie sich teilweise meine Posts ansehen habe ich eine Reach von weit über 2-3 Millionen Menschen pro Post, die wir erreichen. Wenn ich mir die Statistiken ansehe, dann ist das International sehr geschätzt und wenn ich meinem Vertrieb zu höre, dann kennt man mich in der Branche. Können wir mehr tun!? Natürlich, aber es ist ein Mittel zum Zweck geworden. Wie gesagt es macht mir Spaß, es ist eine Herausforderung und ich bleibe weiterhin kreativ, weil die Leute natürlich auf diesen Sunday Wine funday mittlerweile warten. Die Leute freuen sich darüber. Dieses Leben, das natürlich auch Irgendwo gespielt wird, ein bisschen aus dem Alltag herausgeholt, begeistert. Für die Marke ist das Social Media sehr wichtig. Für den Konsumenten, der mir folgt ein bisschen eine Abholung. Ich bekomme wenig bis keine negative Kritik und deswegen bin ich motiviert das weiterzuführen. 

 

Gibt es nach Instagram noch andere Trends, wie zum Beispiel TikTok?

Ich bin auch auf TikTok und betreibe meinen eigenen TikTok Kanal und habe über 1 Million Views. Das Publikum ist ein anderes. Die Fragen und Kommentare sind auf einem ganz anderen Niveau, und leider kein gehobenes Niveau. Trotzdem betreibe ich es weiter, weil ich vielleicht zusätzliche Kunden damit abholen kann. Es ist aber auch irgendwo ein Trend zurück zur Realität und genau da ist Riedel sehr stark. Es wird wenig darüber gesprochen, aber ich bereise ja alle 5 Kontinente in einem Quartal nicht umsonst, sondern ich bekomme dort die Chance, vor dem Konsumenten jung und alt zu stehen und denen qualifiziert das Produkt so zu präsentieren, wie ich es mir wünschen würde. Ein Riedel Glas hat nur eine Funktion mit einem Getränk, und es macht einen Unterschied, wenn die Leute das Getränk aus unterschiedlichen Glasformen verkosten. Das geht über Social Media nicht. Ich kann es so weit treiben, um die Leute zu interessieren, aber sie müssen es selbst erleben. 

 

Wie wichtig ist die richtige Glaswahl bei Mixgetränken? 

Wir haben hier lauter Prototypen unterschiedlichster Gläser, die alle in die Richtung Barkultur gehen. Wir haben eine Serie, die heißt DSG (Drink Specific Glassware) mit der wir neue Trends gesetzt haben. Wir haben nicht aus meiner Kreativität eine Kollektion kreiert, sondern Mixology ernstgenommen und uns in Japan, USA und Europa mit Mixologen zusammengetan und eine Serie nach der anderen entwickelt. Wir haben gerade eine Prototypen-Analyse mit einer Mixology Dame aus Paris vorangetrieben. Das geht eher in female, multigender Themen, das sind ja alles Themen, womit sich die Barindustrie beschäftigt. Die Weinindustrie interessiert das überhaupt nicht. Die Barindustrie distanziert sich ein bisschen von brown spirits. Dann gibt es noch die andere Seite mit „pre-mixed beverages“. Gin and Tonic ist ein bisschen am abklingen, viele kleine Gin Produzenten gibt es nicht mehr und die Leute greifen wieder zu traditionellen Marken. Riedel steht für beide Seiten und wir haben die Mixology ins Boot geholt, weil ich die Expertise nicht habe und das ist für mich sehr wichtig. Wir machen zum Beispiel dickwändige Gläser, die den „Eiswürfel Drop Test“ bestehen müssen. 

 

Da wird auch viel in Forschung investiert?

Ja, weil es für uns ein wichtiges Zusatzgeschäft ist. Wir sind zwar bekannt als „Wine Glas Company“, haben aber mittlerweile drei Marken eingetragen. „The Wine Glas Company“ „The Spirit Glas Company“ und „The Glas Company” Weil boomende Märkte wie die arabischen Emirate, da darf ja offiziell kein Alkohol getrunken werden, das heißt ich habe mir überall Marken eingetragen, die mich unterstützen, denn in den Emiraten mich als „The Wine Glas Company“ zu positionieren würde keinen Sinn machen. Und für Mixology, die sich vielleicht ein bisschen vom Wein distanzieren wollen, nenne ich mich „The Spirit Glas Company“. Also wir sind überall
dementsprechend vorbereitet. 

 

Jetzt eine strategische Frage. In der Luxusindustrie geht ja sehr viel in die Richtung „direct to consumer“. Die Luxuskonzerne gehen weg von Händlern, Zwischenhändlern und Wiederverkäufern in Richtung zu eigenen Stores, eigenen Online Präsenzen. Kann das eine Rolle spielen, oder will man trotzdem die Masse abdecken und auf Händler setzen?

Wenn ich an den Handel denke, denke ich an den Konsumenten und nicht an die Hotelerie, oder Gastronomie. Zuerst möchte ich zum Thema Konsument etwas sagen. Ich habe gerade drei weitere Verträge für Riedel Boutiquen in Japan unterschrieben. Das heißt in Japan haben wir dieses Thema bereits frühzeitig erkannt. Es gibt dort keinen Handel mehr. Der Handel hat sich zurückgezogen in Japan. Man muss sich selbst positionieren. Natürlich gibt es die Online Plattformen, aber da kommt man nicht so weit. Und in Japan und China haben wir uns entschieden, über unsere eigenen Boutiqen und Performence-Center zu positionieren. Das funktioniert sehr gut. Ist natürlich mit gewaltigen Kosten verbunden, die wir aber über die Spannen, die wir in diesen asiatischen Märkten haben, reinbekommen. In Europa zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab. Wir könnten uns das mit unseren derzeitigen Margen nicht leisten. Das heißt wir betreiben seit 25 Jahren unsere eigenen Online Geschäfte. Sind auf allen Plattformen vertreten, setzen uns mit diesem Thema permanent auseinander, betreiben aber die Partnerschaften mit dem Handel weiter. In Europa gibt es den Handel noch, der leider immer weniger wird. Wir müssen uns dementsprechend neu orientieren.. Wie sieht es auf mit der Gastronomie!? In gewissen Märkten haben wir unseren eigenen Vertrieb, das heißt wir haben unsere eigene Vertriebsmannschaf, die wirklich von Tür zu Tür geht und das Produkt präsentiert. Wir sind auf allen großen Weinmessen dieser Welt vertreten und versuchen auch dort über die Marke zu begeistern. In anderen Märkten haben wir unsere Partner, die das Produkt importieren und den Vertrieb organisieren. Für die Marke Riedel haben wir uns international entschieden über den Weinhandel zu gehen. Also in Österreich zum Beispiel mit Morandell, in Amerika mit dem größten Weindistributor, den es weltweit gibt, das ist Southern Glazer’s. 

 

Abschließende Frage, wenn es einen Wein gäbe, den sie nur mehr trinken dürfen, was wäre das? 

Das ist eine Katastrophe, die Vorstellung will ich gar nicht haben. 

Bezugsquelle:

Riedel The Wine Glass Company
Tiroler Glashütte AG
www.riedel.com

 

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