Am gedeckten Tische

Italiens Genusswelten


Italien ist das Land, das ich in meinem Leben am häufigsten bereist habe. Dabei fehlen nur wenige Regionen in meinem Genusskataster. Doch wenn ich die Alpen überquere und die Sonne im Gemüt lodert, erwacht meine Reiselust jedes Mal aufs Neue. Denn das „Dolce vita“ und die „Gioia di vivere“ liegen schlicht in der Luft

 

Balsam für Körper und Seele, so stellt sich für mich das italienische Leben dar. Immerhin wusste man dies schon im alten Rom, als man den Wein als „Mulsum“ mit Honig gemischt zur „Gustaio“, der Vorspeise servierte. Später entwickelten die Römer als auch die Griechen die Techniken um die Mazeration und Destillation von bitteren Kräutern und Gewürzen zur herben Alltagsmedizin, die man löffelweise präventiv einnahm. Zur Abmilderung wurde wie einst ein süßer Stoff hinzugefügt. So entstanden die „Amari“, welche sich als süßer Halbbitter, als Bitter oder auch kräftig-trocken zum Fernet ausprägten.

 

Eng umschlungen ist deren Popularität mit der erwachenden Straßenkultur in der Wende zum 20. Jahrhundert sowie der Bar. Als Ort der Zusammenkunft dient sie schon lange der Kommunion vom Morgen bis zur „blauen Stunde“: mit Cappuccino und Brioche, den schnellen Espresso, den kleinen Vino und das Panino zu Mittag bis eben hin zum Aperitif oder Tiramisu (mit einem Schuss Amaro) am Feierabend. Als Grundlage für den Magen serviert man dazu kleine Häppchen wie Chips, Nüsse oder Oliven oder gleich den „apericena“ – ein Mix aus „aperitivo“ und „cena“, dem Abendessen. So wurden alte Sitten nur verfeinert…

 

Ausgewählte Hotspots

Mailand

„Most fashionable city“, wirtschaftlicher Motor und spirituelle Heimat von Campari, Fratelli Branca und Ramazotti. Es locken die Galleria Campari und das Museum Branca. Für den Aperitif lohnt die 1915 gegründete Bar Camparino in der Galleria Vittorio Emanuele II. Elegant geht es zu in der Bar Martini von Dolce & Gabana mit Abendkleid, Smoking, tanzenden Pärchen und Vesper Martini. An der Porta Genova mit dem Naviglio Grande, dem Kanalsystem der Stadt, kann man aufatmen und in einer der Bars dem Treiben zuschauen. Abtanzen kann man im Rock´n´Roll Club am Bahnhof Centrale.

 

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