Buchtipps

Cocktails – 969 Rezepte

Barmeister Peter Bohrmann, Mitglied des Hauptvorstands der Deutschen Barkeeper-Union e.V., weiß, wie aus einem Sektempfang etwas Besonderes werden kann, wie Sommerparties aufgepeppt werden können und welcher Drink ein gutes Essen optimal einleitet. Rund 1000 Rezepte für Mixdrinks – Klassiker und neue Kreationen (mit und ohne Alkohol) – warten auf ihre Entdeckung und Umsetzung. Ein kleines Barlexikon führt darüber hinaus durch die Welt der Zutaten, zeigt dem Hobbymixer Profitipps zum Mixen, Einschenken und Dekorieren, und es findet sich auch eine Liste für die Grundausstattung der ersten eigenen Bar.

Peter Bohrmann (Hrsg.): Cocktails – 969 Rezepte mit und ohne Alkohol. Bassermann Verlag. ISBN: 978-3-8094-2376-8, 7,95 €




Vergrößerung
Fechners Cocktailbuch

Shaker, Rührglas, Barspoon, Strainer – was benötigt ein guter Barkeeper? Welche Gläsere eignen sich für welchen Drink? Worauf kommt es beim Mixen an? Wie stellt man seine Hausbar zusammen? Welche Spirituose eignet sich für welchen Cocktail? Diesen Fragen und vielen weiteren geht Helge Fechner in seinem „Cocktailbuch“ nach, das er zusammen mit Karl Rudolf zusammengestellt hat. Helge Fechner ist Deutscher Cocktailmeister und Vize-Weltmeister. Sein Können zeigte er auch in mehr als 200 Fernsehsendungen. Allein in den Jahren 2006 und 2007 trat Fechner in 170 Sendungen der Serien „Deutschland kocht“ und „Echt Lecker“ auf und mixte dort zu den von namhaften Köchen zubereiteten Speisen seine berühmten Cocktails, Longdrinks und Fancy Drinks. Karl Rudolf ist langjähriger Fachjournalist und Autor im Bereich Spirituosen. Das Buch beantwortet auch komplexe Fragen verständlich, die darin enthaltenen Rezepte machen Lust, sie selbst auszuprobieren. Ein hilfreiches Nachschlagewerk, in das man immer wieder gern hineinschaut.

Helge Fechner, Karl Rudolf
Fechners Cocktailbuch:
Die besten Rezepte des Cocktail-Meisters
Scherz Verlag, Frankfurt
ISBN 350-2-190-038, 239 Seiten, 9,90 €



Vergrößerung
How‘s Your Drink?

Nicht mehr ganz neu, aber sicher zeitlos ist dieses Buch, das in den USA erschien. Autor Eric Felten ist Journalist und schreibt seit mehreren Jahren die Getränkekolumne des „Wall Street Journal“. 2007 bekam er dafür einen US-amerikanischen Journalistenpreis. Es ist mehr ein literarisches Buch, durchzogen von persönlichen Erlebnissen sowie Anekdoten rund um Drinks und Cocktails, Bilder fehlen völlig.
Felten unterteilt sein Buch in neun Kapitel. Diese handeln zum Beispiel davon, wie „süß“ Cocktails sind, von Eis oder von der Zeit der Prohibition. Aktuell passend, in der Zeit der Renaissance der Klassiker, findet sich eine Fülle von Anregungen für die tägliche Praxis sowie Hintergrundwissen zur Geschichte einzelner Drinks oder Kategorien. Felten diskutiert auch diverse Rezepte, das Für und Wider von mehr oder weniger einzelnen Zutaten bei einem Drink. In jedem Kapitel gibt er zudem Rezepte an, wie seiner Meinung nach ein Drink zu sein hat oder wie das „Original“, soweit auffindbar, gemixt wurde. Insgesamt listet er so gut 50 Rezepturen auf – nicht nur von berühmten Klassikern, sondern auch von eher obskuren Drinks wie dem „Clipper Cocktail“, der in den 50er Jahren auf den Flügen der PanAm (deren Flugzeuge zu dieser Zeit eine echte Cocktail-Lounge hatten) serviert wurde (und eine El Presidente Variante ist). Felten liefert zudem eine neue und seiner Meinung nach richtige Geschichte des Irish Coffee, der eben nicht zuerst am Flughafen von Shannon für Touristen zubereitet wurde.
Insgesamt ein wirklich gutes Buch, das für Profis sicher genauso interessant ist wie für den Laien, da die Mischung aus Literatur und Anleitung sehr gelungen ist. Der Titel „How’s your Drink“ geht im übrigen auf einen Ausspruch von Frank Sinatra zurück, den er immer anbrachte, wenn er Gäste zu Hause hatte. 

Eric Felten
How‘s Your Drink?
Cocktails, Culture and the Art of Drinking Well
2007, Surrey Books Inc
205 Seiten, Sprache: Englisch
ISBN-13: 978-1572840898
11 €


Vergrößerung
Kronenhalle Bar

Seit ihrer Gründung 1965 geben sich in der Zürcher Kronenhalle Bar prominente Schauspieler, Sportler, Maler, Sänger, Politiker und Wirtschaftskapitäne die Schwingtüren in die Hand. Eine von Anfang an hochstehende Cocktailkultur hat den Ruf der Bar mit begründet.
In dem Buch von Peter Roth, seit 1984 Chef de Bar in der Kronenhalle Bar, und Carlo Bernasconi, Journalist und Gastronom, werden die besten Cocktails der Kronenhalle Bar rezeptiert und mit Geschichten versehen – Geschichten von der Entstehung der Drinks und von den illustren Gästen, die sich daran erfreuten. Porträts von Kronenhalle-Bar-Mitarbeitenden und ein ausführliches Register machen das Buch zu einem reichhaltigen Nachschlagewerk.

Peter Roth, Carlo Bernasconi
Kronenhalle Bar
Storys & Drinks
Orell Füssli Verlag, Zürich 2009
ISBN 978-3-280-05364-5, 272 Seiten, Fr. 49.- / 29,90 €



Vergrößerung
Malt Whisky Yearbook 2009

Pünktlich zum Oktober ist die vierte Ausgabe des Malt Whisky Yearbook erschienen. Herausgeber Ingvar Ronde hat es geschafft, mit diesem Buch ein nahezu unverzichtbares Werk für (Malt)Whisky-Liebhaber zu etablieren. Schwerpunkt ist natürlich die Beschreibung der schottischen Malz-Whisky-Brennereien - mit Angaben zu deren Geschichte, aktuellen Produktionszahlen, Adresse und Kontaktmöglichkeiten. Auch andere Malz-Whisky-Produzenten aus aller Welt sind aufgeführt.
Sehr lesenswert sind die Einführungstexte. Neu in diesem Jahr ist zum Beispiel der Artikel von Walter Schobert zu und über Islay. Aber auch Charles MacLean, Gavin Smith, David Stirk und Ian Buxton, alles international bekannte Whisky-Autoren, haben Texte beigesteuert. Hinzugekommen sind zudem gut 200 Verkostungsnotizen zu einzelnen Whiskies.


Vergrößerung
Malt Whisky – 100 große Marken

Ein Barkeeper ist nicht up to date, wenn er nicht genau Bescheid weiß über Scotch Single Malt. Dieses prächtige Buch, von einem Kenner geschrieben und so bildschön wie informativ illustriert, gibt selbst denen noch etwas, die schon viel über das ›uisge beatha‹ wissen. Bevor der Autor 100 große Marken, geordnet nach Herkunft, auf je einer Seite präsentiert, taucht er mit dem Leser in die Geschichte des schottischen Whiskys ein, stellt ihm die Pioniere dieses Getränks vor und schildert verständlich die Herstellung von Malzwhisky. Er beschreibt dem Leser, was das Etikett sagt, informiert ihn über die wichtigsten unabhängigen Abfüller und auch über Schottlands Whisky-Regionen. Den Portraits der 100 Destillerien folgen noch Tips und Adressen für Besichtigungen, ein beachtliches Glossar und ein gälischer Sprachführer mit den Namen der schottischen Destillerien.
›Malt Whisky – 100 große Marken‹ von Graham Moore
194 Seiten, 398 Farbfotos, 28 x 27 cm, gebunden, Schutzumschlag
D: Euro 29,90 • A: Euro 30,80 • CH: sFr 52,20
ISBN 3-7688-1776-8
Delius Klasing Verlag Edition Delius, Bielefeld
im Buchhandel oder unter der Hotline 0521 - 559 295


Vergrößerung
The Absinthe Encyclopedia

Einst, vor gut 100 Jahren, war Absinth das alkoholische Getränk schlechthin. Autor David Nathan-Maister kommt eigentlich aus Südafrika, besitzt aber in Frankreich seit geraumer Zeit eine eigene Destillerie zur Herstellung von Absinth. Vollmundig nennt er sein Buch „Enzyklopädie“ – und er übertreibt tatsächlich nicht. Es wäre zu wünschen, dass es auch zu anderen Spirituosen ähnliche Werke gäbe. Allein der vielen Bilder wegen lohnt sich es schon, dieses zugegeben nicht gerade günstige Buch zu erwerben.
Die 364 Seiten sind in neun einzelne Abschnitte unterteilt. Dabei werden Aspekte wie die Herstellung, der Aufstieg oder auch das Servier- und Einschenkritual von Absinth genau beschrieben. Ebenso beleuchtet der Autor ausführlich die Effekte beim Genuss, die Historie des Kampfes gegen den Absinth sowie das Revival in den letzten Jahren. Sehr schön ist zudem der Abschnitt mit Bildern des ganzen Absinth-Zubehörs, seien es Karaffen, Löffel oder spezielle Gläser. Und noch ein weiterer, besonderer Verdienst kommt David Nathan-Maister zu: Er hat alte Absinths verkostet und gibt nicht nur seine Geschmackseindrücke wider, sondern zeigt in Bildern auch, wie sich die Absinths bei der Zubereitung verändern. Eine schier endlose Fülle von Bildern zeigt Werbeplakate, Anzeigen und Zubehör aller Art – wirklich eine Fülle an Informationen, die bisher nicht bekannt oder nur sehr schwer verfügbar waren. Wer sich also für Absinth und seine Geschichte interessiert, der kommt an David Nathan-Maisters Werk nicht vorbei. 

David Nathan-Maister
The Absinthe Encyclopedia
Oxygenee Ltd
364 Seiten, Sprache: Englisch
ISBN-13: 978-0955692116
153 €


Vergrößerung
The Bartender’s Gin Compendium

Gaz (ehemals Gary) Regan ist in Sachen Bar Bücher kein Unbekannter – er hat schon diverse Cocktailbücher veröffentlicht und ist „Cocktail-Kolumnist“ des San Francisco Chronicle. Das „Bartender‘s Gin Compendium“ hält, was es verspricht. In 12 Kapiteln gelingt dem Autor ein „Rundumschlag“ in Sachen Gin und Genever. Es ist zugleich eine Bestandsaufnahme derzeit produzierter Gins: Gut 120 Seiten widmen sich den einzelnen Marken, unterteilt in Dry Gin, Old Tom und Plymouth. Dazu kommen 20 Seiten zu Genever. Zur Einführung gibt es gute Kapitel zur Geschichte und zur Herstellung dieser Spirituose. Weitere 110 Seiten sind gemischten Getränken mit Gin gewidmet. Klassische Rezepte gibt es ebenso wie moderne, aber es werden nicht nur die Rezepte an sich aufgelistet. Bei vielen wird immer auch etwas zur Herkunft oder zum „Erfinder“ und auch zu möglichen Variationen erläutert. Um es kurz zu machen: Das Buch ist sehr gut. Es ist allerdings praktisch im Selbstverlag erschienen. Vorhandene Abbildungen sind allesamt in schwarz/weiß, und auch dem Satz sieht man an, dass hier kein bekannter Verlag die Finger im Spiel hatte. Dem zum Teil auch sehr amüsant geschriebenen Inhalt tut dies aber keinen Abbruch. (bs)

Gaz Regan: The Bartender’s Gin Compendium (englisch). Xlibris Verlag. ISBN: 1-4415-4687-1, ca. 20 €




Vergrößerung
The Mixellany Guide to Gin

Geraldine Coates ist eine international anerkannte Expertin in Sachen Gin. Das vorliegende Buch ist bereits ihr fünftes zum Thema Gin. Der umfassendere Teil des Buchs befasst sich mit der Gin-Geschichte von den Anfängen bis zur jüngsten Zeit, der Herstellung und der Varianten. Hier liegt sicher die Stärke des Buchs, da Geraldine Coates aus ihrem großen Wissensfundus und ihrer langen Erfahrung schöpfen kann. Natürlich fehlt auch ein Kapitel zu den einzelnen Gin-Marken nicht. Gut 50 Seiten sind dafür reserviert. Zu den einzelnen Marken gibt es immer auch etwas zu den Firmen oder der Produkthistorie. Am Ende des Buchs werden die „Great Gin Drinks“ aufgeführt. Dieser Teil beschränkt sich eben auf bekannte Drinks und Klassiker und ist daher nicht so umfangreich wie das Buch von Gaz Regan. Coates Buch ist fachlich einwandfrei und darf mit Recht als Standardwerk zu Gin bezeichnet werden. Leider erscheinen auch hier die Bilder und Illustrationen nur in schwarz/weiß. (bs)

Geraldine Coates: The Mixellany Guide to Gin. Mixellany Books (englisch) ISBN: 0-9821074-5-5, ca. 13 €




Vergrößerung
Whisky Guide Deutschland 2009

Wegweiser zu den besten Bars, Shops & Adressen
Deutschland ist bis auf wenige Ausnahmen eigentlich kein Herstellerland von Whisk(e)y, schon gar nicht ein klassisches. Warum dann überhaupt die Idee für einen Whisk(e)y Guide Deutschland 2009? Die Antwort ist schnell gegeben: Über sechs Millionen Menschen verstehen sich hierzulande als Freunde des Single Malts, des amerikanischen Bourbons oder der irischen Malts und Pure Pot Stills. Das ist eine ungeheuer große Fangemeinde. Nur, wo trifft sie sich? Wo tauschen sie sich aus? Wo verkosten sie die Neuheiten? Wo finden die außergewöhnlichen Tastings statt? Und wo lassen sich die raren Abfüllungen aufstöbern, von denen man mal gehört hat und die man nun vergeblich sucht? Bislang mussten dies die vielen Liebhaber des Lebenswassers mühsam selbst herausfinden. Hier schafft das Buch Abhilfe. Es gibt einen Überblick über die Welt des Whisk(e)ys in Deutschland.




Vergrößerung